Alter im Wandel

Diese Seite gibt Auskunft über meine Tätigkeit in der Altenarbeit im Protestantischen Dekanat Frankenthal. Im Zuge des weltweiten demographischen Wandels verändert sich die Altenarbeit stark. Wer sich mit Altenarbeit beschäftigt, ist mitten drin in der Diskussion um die Zukunft unserer Gesellschaft.

Anhand des Themas Alter wird unter anderem sichtbar:

  • wie Menschen an den Rand geraten, wenn sie das gesellschaftliche Tempo nicht mehr mithalten können – in der Altenarbeit sind es die altersverwirrten Menschen, die hier in den Blick kommen,
  • wie der gesellschaftliche Wertewandel Menschen motiviert, sich für andere einzusetzen – über die Seniorenbegleiterausbildung trägt die Altenarbeit zum bürgerschaftlichen Engagement bei – und

Im Protestantischen Dekanat Frankenthal ist die Altenarbeit Teil eines der in der Evangelischen Kirche der Pfalz eingerichteten Gemeindepädagogischen Dienste. »Vernetzen und bewegen«, das Motto der Gemeindepädagogischen Dienste, trifft auch auf die Altenarbeit zu: Sie folgt dem gesellschaftlichen Wandel und ist Partei für ein ganzheitliches Altersbild.

Vernetzen und bewegen – Gemeindepädagogische Dienste in der Pfalz

Das Ganze sehen

Alter als Lebensphase, so individuell sie sich für jede(n) gestaltet, ist eine unerschöpfliche Quelle für Einsichten in unser Leben und vertieft unsere Spiritualität. In unserer jugendbetonten Gesellschaft (was  nicht heißt, daß Jugendliche ernster genommen werden als Ältere) fehlen die Stimmen der älteren/alternden/alten Menschen. Altenarbeit ist immer auch Arbeit für eine Gesellschaft aller Generationen oder – besser noch – eine Gesellschaft, die nicht nach dem Alter diskriminiert.

Das Modell einer »altersintegrierten Gesellschaft« hat die amerikanische Gerontologin Bernice Neugarten bereits in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts entworfen – es ist immer noch eine anziehende Vision.

…und genau hinsehen

Vor allem drei Einsichten bestimmen eine zeitgemäße kirchliche Altenarbeit:

  • Unsere Bilder vom Alter sind ein schlechter Ratgeber, sie reflektieren oft mehr unsere eigenen Ängste und Vorlieben. Wir sollten sie immer wieder infrage stellen.
  • Wo »die Alten« für die gesellschaftlichen Probleme verantwortlich gemacht werden, handelt es sich um Altersdiskriminierung. Es ist gut, nach den politischen Interessen hinter solchen Redeweisen zu forschen.
  • In der Altenarbeit gibt es »Wellen«, Altenarbeit ändert sich mit den Generationen der Älteren. Das sollten wir wahrnehmen und  anerkennen, dass es verschiedene »Altenarbeiten« neben- und nacheinander einander gibt.

Aktuelle Aufgaben

In der kirchlichen Altenarbeit heute geht es – eine Positionsbestimmung, die aus der ökumenischen Zusammenarbeit heraus entstanden ist – darum:

  • die Gleichwertigkeit von verschiedenen Generationen von Altenarbeit zu betonen,
  • Demenz als Thema aufzunehmen und gemeinsam mit Kirchengemeinden und Kommunen neue Wege zu gehen und
  • die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen zu stärken und für neue Projekte zu motivieren.

Altenarbeit – ökumenisch

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Altenarbeit im Prot. Dekanat Frankenthal (Pfalz)