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Altenarbeit

Ein realistisches Bild vom Alter entsteht

Unsere Gesellschaft beginnt sich darauf einzustellen, dass wir länger leben dürfen. In der Folge verliert das Alter seinen Charakter als »Anfang vom Ende«: Es wird heute mehr und mehr als  eine individuelle Mischung aus Entwicklungschancen und sozialen und gesundheitlichen Einschränkungen gesehen. Besonders die »Plastizität«, die – wenn auch begrenzte – Möglichkeit, etwas für sich zu tun, ist neu in den Blick geraten.

»Sei was du bist – gib was du hast«

Diskutiert wird vor allem der EInfluß auf körperliche Veränderungsprozesse, allerdings ist das nicht alles: In der zweiten Lebenshälfte geht es C. G. Jung zufolge darum, all das zu entdecken und zu entwickeln, was uns selbst ausmacht und die Verbindung zu suchen zu den kulturellen und spirituellen Traditionen der Menschheit. Für den Franziskaner Richard Rohr sind wir in der zweiten Lebenshälfte auf einer spirituellen Reise.

Im Sinne der Generativität (Erich Fromm), dem Austausch zwischen den Generationen, tragen die Älteren so auch zu einer menschenwürdigen Gesellschaft bei.

Die »innere Freiheit des Alterns«

…ist für Ingrid Riedel, Theologin und Psychotherapeutin, das hervorragende Kennzeichen des Lebensabschnitts Alter – eine gute Voraussetzung dafür, all das hinter sich zu lassen, was für uns persönlich und für unsere Welt nicht mehr passt. Die Älteren tragen einen großen Teil des ehrenamtlichen Engagements und haben  damit angefangen, etwas zu ändern.

Mit ihrer Orientierungshilfe »Im Alter neu werden können« nimmt die Evangelische Kirche in Deutschland solche Gedanken auf und verdeutlicht sie für die verschiedenen Abschnitte und Lebenslagen im Alter.

Im Alter neu werden können

Das Alter ändert sich – die Arbeit mit Älteren ebenfalls

Die Arbeit mit Älteren im Gemeindepädagogischen Dienst Frankenthal folgt den Differenzierungen im Lebensabschnitt Alter:

  • Selbstorganisierte Seniorennetzwerke sprechen die »jüngeren Älteren« an, die gerne etwas für sich tun möchten – gemeinsam mit anderen.
  • Die Seniorenbegleiterausbildung eröffnet ein Feld bürgerschaftlichen  Engagements für »jüngere Ältere«, die »ältere Ältere« unterstützen möchten.
  • Validation nach Naomi Feil kommt den altersverwirrten Menschen und ihren Angehörigen zugute – und allen, die wollen, dass desorientierte Menschen weiter dazugehören.

Alter ist anders – Altenarbeit im GPD Frankenthal

Eine wichtige Orientierungshilfe für die Altenarbeit kommt von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD, die 2002 eine bemerkenswerte Antwort auf den demographischen Wandel und seine Konsequenzen für die Arbeit mit Älteren gefunden hat.

Alter und ältere Menschen in Kirche und Gesellschaft

Kirchliche Bilder vom Alter – der 6. Altenbericht

Viele der Vorstellungen der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit sind noch Programm. Das zeigt sich auch am 6. Altenbericht der Bundesregierung, der erstmals ein eigenes Kapitel über die kirchliche Altenarbeit enthält – mit dem ernüchternden Ergebnis, daß die Veränderungen in der Lebensphase Alter von den Kirchen noch nicht wahrgenommen werden.

Kirche muß sich für die Vielfalt des Alters öffnen

Altern und Altenarbeit im Wandel

– eine Zusammenfassung der wichtigsten Thesen zu den Veränderungen in der Lebensphase Alter und den Folgerungen für die kirchliche Altenarbeit.

Altern und Altenarbeit im Wandel

Altenarbeit und Diakonie

Alle Versuche, individuell zu helfen, geraten auch in der Altenarbeit schnell an eine Grenze. Deshalb ist Altenarbeit auch ein diakonisches Thema. »Wichern 3« oder Gemeinwesendiakonie sind Stichworte dafür.

Wichern 3 – Wie Gemeinden und Diakonie wieder zueinander finden